Markus Urzinger

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Waldschaben Gattung Ectobius

Bild: Bernstein-Waldschabe, Ectobius vittiventris

Bernstein Waldschabe (Ectobius vittiventris)

 

 

Diese Schabenart war bis ca. 1950 nur in Südeuropa heimisch, mittlerweile breitet sie sich aber zunehmend auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich aus.

Sie kommt bei uns im Freien an Waldrändern, in Gärten, an Sträuchern usw. vor. Sie sind an warmen Abenden besonders aktiv, die erwachsenen Tiere können auch fliegen. Häufig sind Westfassaden am stärksten betroffen.

Sie sehen der deutschen Schabe recht ähnlich und werden oft verwechselt, es bestehen aber große Unterschiede in der Biologie und auch bei der Bekämpfung.

Diese Schaben dringen zwar von Gärten oft auch in größerer Zahl durch Türen und Fenster in Gebäude ein und werden dort lästig. Eine Vermehrung innerhalb von Gebäuden findet normalerweise allerdings nicht statt. Die Berstein-Waldschabe braucht zum Überleben Morgentau. Innerhalb von modernen Wohngebäuden ist das Mikroklima zu trocken und die Schaben sterben auch ohne Bekämpfung von alleine ab.

 

Am besten helfen dicht schließende Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen.

Eine Bekämpfung im Freiland wird normalerweise nicht empfohlen. Sollten sich die Schaben an Ritzen und Spalten am Gebäude angesiedelt haben kann eine Bekämpfung im Sprühverfahren oder besser mit Ködermitteln durchgeführt werden.

Bernsteinwaldschabe, Seitenansicht

Neben der Bernsteinwaldschabe kommen bei uns auch noch die Lapplandschabe (Ectobius lapponicus)und die Waldschabe (Ectobius sylvestris) vor. Je nach Umfeld wandern auch diese beiden Arten gelegentlich in Gebäude ein. Es ist aber vor allem die Bernstein-Waldschabe die in den letzten Jahren immer massiver auftritt und sich im Siedlungsbereich des Menschen etabliert.

Es scheint als ob mit den klimatischen Verschiebungen nicht nur die Fichten Nordwärts wandern sondern sich auch die Bedingungen für ursprünglich mediterrane Arten insgesamt verbessern und diese den Sprung über die Alpen machen. Die Bernstein-Waldschabe toleriert im Vergleich zur Waldschabe oder zur Lapplandschabe mehr Hitze und Trockenheit und kommt mit den Lebensbedingungen in Gärten und an Häusern besser zurecht.

weibliche Lappland Schabe (Ectobius lapponicus)
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